6 Dinge die ich 2017 gelernt habe oder wer auf die Suche nach sich selbst geht, der kann zwischendurch auch erschrecken

Sonja Haueis für happy me Magazin

Es ist 4.45 am 3. Januar 2018 und Sturm/Orkan (wissen wir noch nicht genau) Burglind (klar eine Frau) braut sich mächtig über uns zusammen. Twitter & Co ist voll mit Meldungen und mir wird so richtig bewusst, wie schön wir es haben. Auf Haiti müssten wir jetzt tatsächlich um unser Leben und unsere Existenz fürchten. Wir sind aber nicht auf Haiti und wer heute im Wald spazieren geht, der darf sich nicht wundern, wenn er von einem Baum erschlagen zu wird.

Der Sturm hat mich geweckt, gut für den Artikel der noch immer auf das Ende wartet. 2017 war ein intensives Jahr, es gab Höhen und Tiefen und es hat sich einiges geändert, vor allem ich. Wer auf die Suche nach sich selbst geht, der kann zwischendurch auch erschrecken. Öfter als mir lieb war kam ich zum Schluss, dass mir nicht gefällt was ich da finde und es an der Zeit wäre, etwas für meine grandiose Grabrede zu tun. Man hat ja so seine Vorstellung was einst von einem an besagtem Tag gesprochen wird und wer sich einmal die Mühe macht, seine eigene Grabrede zu schreiben, der wird schnell feststellen, das da noch Arbeit vor einem liegt, sollte sie je real werden.

Ich habe damit begonnen, Dinge zu beenden. Ein Wort hat mich 2017 stets begleitet, Einfachheit, simplicity. Ich will mein Leben einfacher haben, damit meine ich im Innen und im Aussen. Weniger „Plunder“ ansammeln, weniger schwatzen, weniger essen, weniger trinken, mich weniger anstrengen müssen, weniger arbeiten und so fort. Dafür aber mehr lieben, mehr lachen, mehr sein. Was es dazu alles braucht wird eine Reise werden, vor allem aber glaube ich, ist es die Kunst auf meine Intuition zu hören. Sie hat mich mein Leben lang geführt, sie hat immer recht und immer wenn ich danach handelte, funktionierte alles leicht und wie am Schnürchen. Ich bin überzeugt, dass Passion Purpose ist, also unsere Leidenschaft unsere wahre Bestimmung ist. Wenn du etwas mit Freude machst kommt es aus deinem tiefen Inneren. Was dir schwer fällt oder dich gar ärgert und du vor dir her schiebst, dass kann nicht deine Bestimmung sein. Unsere Aufgabe besteht also lediglich darin, heraus zu finden, was unsere Leidenschaft ist und glaub mir, jeder hat Leidenschaften. Jeder Mensch ist mit einer ganz eigenen Begabung auf diese Welt gekommen. Es gibt niemanden auf der ganzen Welt der identisch ist mit mir, auch nicht mit dir und genauso einzigartig ist die Begabung die du und ich in uns tragen. Dieses Talent will gelebt werden, dass ist es was glücklich und das Leben leicht zu leben macht.

Meine Reise geht also auch dieses Jahr weiter in die Tiefen meiner Persönlichkeit, mit Hilfe meiner Intuition werde ich versuchen so leicht und fliessend wie möglich zu leben, ohne die Realität aus den Augen zu lassen. Denn es ist mir klar, 100% Happiness ist ein Mythos ebenso wie ein Leben in vollkommener Balance nicht möglich ist (aber dazu ein andermal mehr). Meine Absicht ist es, jeden Tag etwas mehr Glück und Achtsamkeit einzubauen, sodass die Summe der glücklichen Tage, Situationen und Momente stetig steigt.

1. Aufgehört Abends und an Sonntagen zu arbeiten

Als Selbstständige sind wir eben das, selber und das ständig. Ich bin das jetzt seit über 20 Jahren und der Zahn der Zeit nagt auch an mir und an meinen Ressourcen. Habe ich noch vor nicht allzu langer Zeit mit Vergnügen an Sonntagen gearbeitet, wurde es mehr und mehr eine Last. Ich habe auch Jahrelang behauptet nur Abends richtig konzentriert arbeiten zu können, (bin halt ein Nachtmensch). Gegen Ende 2016 und zu Beginn vom 2017 war ich gesundheitlich sehr angeschlagen. Diese Krankheit (eine Autoimmunerkrankung) hat letztendlich aber ihren Zweck erfüllt, sie hat mich zum Nachdenken und vor allem Umdenken gebracht. Spätabends noch Licht in meinem Büro gib es heute nicht mehr, auch Sonntage sind frei. Natürlich gibt es Ausnahmen, ich bin ja noch immer Selbstständig, aber Beispielsweise Emails am Abend oder am Wochenende zu beantworten, da weigere ich mich standhaft. Erreichbarkeit hat seine Grenzen.

2. das Handy aus dem Schlafzimmer und die Hinweise vom Display verbannt

Lange lag mein Handy auf meinem Nachttisch, auf Flugmodus zwar, aber es war da, für den Wecker oder falls ich tatsächlich gleich sofort am Morgen, noch im Bett, meine Meditation machen wollte (was selten der Fall ist). Wieso ich es aus dem Schlafzimmer verbanne? Der erste Griff am Morgen war immer mein Handy und ich liess es dann nicht mehr los. Auf dem Weg aufs Klo wurde schon mal Instagram geöffnet um zu schauen wer einem alles ein Herzchen gab und auf dem Klo war dann FB an der Reihe. Es kam vor, dass ich 15 Minuten da verbrachte nur weil ich mich so vergass. Ich wollte mein Leben ja vereinfachen, dass heisst auch meinen Geist etwas aufräumen und das funktioniert so gar nicht, wenn ich bereits vor dem ersten Kaffee, 30 Minuten Social Media intus habe
Als weitere Massnahmen habe ich alle Hinweise auf dem Handy deaktiviert. Kein Email Eingang, keine Facebook Meldung wird auf meinem Display angezeigt. Ich rufe meine Emails 2 mal pro Tag (Wochentags) ab und that’s it. Anfangs gab es Leute die, wenn nicht innerhalb 2 Stunden eine Antwort auf ihr Email kam, mir ein SMS gesendet haben: „hast du mein Email nicht gelesen?!“
Allein das hat mir soviel Erleichterung gebracht, ich bin schnell abzulenken, da gibt es leider nichts zu rütteln. Ich kann mir noch so vornehmen, nur schnell auf Facebook meine Seite zu checken, ehe ich mich versehe, finde ich mich 2 Stunden später auf YouTube wieder, eine tibetanische Flöten-Meditations Musik suchend!

3. den Mut gefasst Themen in meiner Beziehung anzusprechen die mir Angst machen

Sicher kennst du das auf die eine oder andere Art auch, es gibt Themen in einer Liebesbeziehung die einen die ganze Zeit begleiten, damit meine ich eher kritische Themen. Oft fehlt die Zeit (denken wir) meistens aber der Mut, sie anzusprechen. Bei mir jedenfalls fehlt der Mut. Das kann eine kleine oder auch eine grössere Macke sein die du nicht mehr erträgst oder etwas Existenzielles wie etwa, wenn du auswandern willst und weisst, er wird das nie wollen. Du weisst aber, du kannst unmöglich hier alt werden und hast Angst die Beziehung zerbricht daran.
In diesem Jahr habe ich gelernt diese Themen anzusprechen, mir allen Mut zusammengenommen und mit zittriger Seele aber fester Stimme, diese nicht weiter verhandelbaren Situationen auf den Tisch gebracht. Das hat etwas in mir verändert, ich habe mich gut gefühlt, stark und vor allem selber respektiert. Aber das Beste daran ist, dass ich viel mehr Respekt zurück bekomme. Es stimmt tatsächlich, du kannst nur Respekt erwarten, wenn du dich selber respektierst und dich wichtig nimmst. Das genau hatte ich jahrelang, eigentlich mein Leben lang nicht getan, mich wichtig genommen,

4. Auf meinen Körper zu achten

Ich treibe Sport seit ich 18 bin, immer mit einem Ziel, Cellulite Vernichtung und Gewicht Regulierung. Bei mir Zuhause steht ein Bike ein Rudergerät, Gewichte, Yogamatten und vieles mehr. Meine Krankheit hat jedoch den Fokus drastisch verändert. Auch in diesem Bereich meines Lebens heisst es neu, weniger ist mehr. Ich muss meinen Körper nicht mehr quälen um mich gut zu fühlen, Yoga oder auch nur sanfte Dehnübungen tun mir ebenso gut. Langsame und bewusste Bewegungen finde ich grad richtig entspannend. Es ist wie ein Dialog mit meinem Körper, ich fühle was ihm momentan gut tut und dann mach ich das, täglich.
Meditieren gehört ebenfalls zu meiner Wellness Praxis, es beruhigt mich und was faszinierend ist, es macht mich klarer. Ich finde viel passendere Worte in Diskussionen oder bin fokussierter und kann besser Entscheidungen treffen.
Ich esse schon länger eher gesund, schaue auf Bio, wenig Fleisch, so gut wie kein Zucker und wenig Kohlenhydrate. 2017 habe ich aber Gluten vollständig aus meinem Speiseplan gestrichen und tägliche grüne Smoothies eingefügt. Ich habe mir dazu einen grandiosen Mixer zugelegt, ein kleines Moped sage ich immer weil er 2 PS hat:-) Wenn du dir jetzt vorstellst, dass grüne Smoothies nach Erde riechen und du ebensogut einen grossen Bissen Wiese kauen kannst, dann sage ich dir, du hast noch nie von mir bekommen. Wichtig ist wirklich die Kraft des Mixers, der muss alles klitzeklein machen können, sonst teilt sich die Flüssigkeit mit den Fasern und das finde ich hässlich.

 

Versuch doch mal folgendes Smoothie Rezept:

Spinat, 1 Birne, 1 Banane, Zimt etwas hochwertiges Olivenöl oder Mandelbutter, Kokoswasser und/oder Mineralwasser.
Du kannst auch mit vielen anderen Gewürzen mixen, ich nehme meistens auch Kurkuma, Koriander, Kardamom dazu. Viele Gewürze sind antioxidant und tun dem Körper in Sachen Entzündungen und freien Radikalen gut.

5. negative Gefühle auszuhalten

Ich habe bis vor 2 Jahren geraucht, das war super. Jedesmal wenn es mir schlecht ging, musste ich raus und eine oder manchmal auch zwei rauchen. Ich war perfekt abgelenkt und konnte mich ausklinken. Das habe ich alles erst bemerkt, als ich nicht mehr rauchte. Negative Gefühle, vor allem Angst, lassen mich fast platzen und ich habe auch heute noch ganz kurz den Drang mir eine Zigarette zu besorgen. Zum Glück weiss ich heute, dass diese 4-5 Sekunden Anfälle eben nur 4-5 Sekunden dauern und dann wieder für Tage vorbei sind. Auch die negativen Gefühle gehen vorbei, ich habe gelernt da hindurch zu gehen, sie auszuhalten. Ein Gedanke der mir dabei hilft ist der, dass es immer wieder Tag wird, immer wieder Frühling und die Sonne immer irgendwo scheint und, dass ich nie alleine bin.

6 realisiert, dass ich bereits perfekt bin

Ich erinnere mich noch an meine Gefühle als ich mit 20 Mutter wurde und mit 23 das zweite Mal. Ich war die Heldin, Wonderwoman in Person. Es war echt ein Gefühl als ob ich die einzige Frau wäre die je ein Kind zur Welt gebracht hätte und dazu noch so hübsche:-) An diese Gefühle habe ich mich jetzt zurückerinnert. Ich habe eigentlich meinen Teil an guten Taten für diese Welt bereits geleistet, alles was ich tat und noch machen werde, ist Zugabe. Ich habe zwei perfekte Kinder geschenkt bekommen und dabei helfen können, sie zu den wunderbaren Frauen werden zu lassen, die sie heute sind.
Es gibt nie einen perfekteren Moment als diesen in dem ich gerade bin. Wenn ich mich an all die Jahre erinnere in denen ich dachte, wenn ich dann XY erreicht habe, wenn ich 3 kg abgenommen habe, wenn ich 40 oder 50 bin, wenn ich nur XY dann. Es gibt kein Wenn – dann, das Glück ist kein Ziel sondern muss der Weg sein. Sonst lebe ich weiterhin entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft, entweder bereue ich etwas oder ersehne mir etwas und übersehe dabei völlig was alles ist.

Auf ein leichtes, neues Jahr
XO
Sonja

Sonja Haueis

Mutter, Frau, Unternehmerin, Fotografin, holisitc Gesundheits-Ernährungs Coach, Kreative, Autorin, Motivator, Zeitreisende und unerschütterliche Optimistin. Die Welt braucht mehr Liebe, mehr Fühlen als Denken, mehr Spirit, mehr Kreativität mehr Seele und viel mehr Sein.

2 Comments
    1. Liebe Ursula, ganz lieben Dank für deinen Kommentar! Ja Blödsinn echt! Ich meine es ist gerade mal 20 Jahre her als ich das erste Handy kaufte und heute glaubt man, ohne nicht mehr leben zu können:-) liebe Grüsse, Sonja

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