warum Diäten nichts bringen und dir schaden

Was bedeutet eigentlich das Wort Diät?

Im deutschsprachigen Bereich bedeutet Diät eine Ernährungsform die der Gewichtsab- oder zunahme oder zur Behandlung von Krankheiten dient. Im englischsprachigen Raum wird unter „diet“ die alltägliche Ernährungsweise eines Menschen verstanden, unabhängig von gewichts- oder krankheitsbedingten Kostformen. Umgangssprachlich wird der Begriff in Europa häufig mit einer Reduktionsdiät (Reduktionskost) zur Gewichtsabnahme gleichgesetzt. Er bildet somit ein Synonym zur Schlankheitskur.

Das ist oft verwirrend und es gibt immer wieder Leute die darum glauben, eine Diät im Sinne einer Reduktionsdiät, könne ein Leben lang gemacht werden. Das ist aber ganz und gar nicht der Fall und vor allem ist es nicht gesund.

Es ist ganz einfach oder?

Du nimmst ab und dann nach ein paar Wochen oder Monaten musst du es nur noch halten. Easy zu machen, denken viele. Unmöglich zu machen ist die Tatsache. Schlimm genug, dass das Gewicht schneller wieder zurück ist als du um die Ecke schauen kannst, nein es gibt auch noch eine Zugabe. Auf die verlorenen 10 kg bekommst du 12 kg zurück.

Als ob das nicht genug wäre, fühlst du dich auch noch als Versagerin und the biggest looser überhaupt. Kein Wille, kein Rückgrat, keine Selbstbeherrschung, so und schlimmer beschimpfst du dich im Stillen und vielleicht auch laut.

Aber es ist nicht deine Schuld, du kannst nichts dafür, denn keine Diät wird es langfristig schaffen deinen Körper zu kontrollieren. Er ist viel zu smart, als das er sich in ein Schema zwängen lässt das ihn langfristig krank macht. Trotzdem schaden Diäten deinem Körper.

Statistiken zeigen klar, dass 70% aller die je eine Diät gemacht haben, nach spätestens 5 Jahren noch mehr wiegen, als vor der Diät. Bei den meisten dauert das allerdings kein Jahr.

Nachfolgend hoffe ich dir möglichst einfach erklären zu können, weshalb das so ist und warum du nichts dafür kannst. Dass es nicht daran liegt, dass du schwach und willenlos bist, sondern dein Körper einfach ein wundervolles System ist, dass alles tut, um dich gesund und aktiv zu halten.

the Set Point

Es gibt einen Set Point, das ist ein Gewicht das für dich ideal ist. Dieses Gewicht will der Körper auf jeden Fall und unter allen Umständen halten oder erreichen. Es mag sein, dass diese Nummer nicht die ist, die du haben willst, aber Tatsache ist es, dass dein Körper, dein komplettes System darauf ausgelegt ist. Und mit jedem Mal an dem du an dieser Nummer herumschraubst und deinen Körper dazu zwingst abzunehmen, reitest du dich tiefer in den Sumpf.

steig aus dem Kreislauf aus

Aber es gibt Hilfe, du kannst jederzeit aus diesem Zyklus aussteigen und es ist nichts weiter als das. Ein Zyklus den du immer wiederholst und je öfter du das tust, desto schneller ist dein Körper mit seiner Reaktion sich gegen den Fettabbau zu sperren. Du startest eine Diät, bist hellauf begeistert und nach ein paar Wochen kommen die Heisshungerattacken, es folgt der Fressanfall, darauf das Schamgefühl und dann das Aufgeben.

Es ist unvermeidlich, die Heisshungergelüste müssen kommen, dein Körper sendet dir Hormone die dich zum Essen zwingen, denn er will nur eines, Überleben. Du kannst dich eine Weile dagegen wehren, aber auf Dauer ist es unmöglich. Deshalb ist es mit schierem Wille nicht getan und du darfst dich nie schlecht fühlen, denn keiner kann langfristig unter dem Grundumsatz essen ohne schwer krank zu werden.

Denn, auch wenn es immer schwerer wird Gewicht zu verlieren, der Stoffwechsel passt sich ständig weiter an, dein Körper beginnt an allen möglichen Stellen Energie einzusparen und es kommt zu Mangelerscheinungen und Krankheiten. Als Beispiel bringe ich hier Magersucht Kranke, sie nehmen noch immer ab, bis nur noch Haut und Knochen da ist.

unter dem Grundumsatz essen

Allgemein gilt die Formel des Kaloriendefizits, nimm weniger Kalorien zu dir als dein Grundumsatz verbraucht und du nimmst ab. Der Grundumsatz ist das, was dein Körper für all seine lebensnotwendigen Funktionen benötigt. Für den Herzschlag, die Verdauung, die Atmung und den Stoffwechsel. Ab und zu unter dem Grundumsatz zu essen bedeutet noch keine grossen Probleme, über längere Zeit aber deutlich zu wenig zu essen, führt zu grosse Schwierigkeiten.

Dein Körper weiss ja nicht, dass du nur schlanker sein willst, er glaubt es ist Gefahr im Anzug und denkt nur an sein Überleben. Je weniger du isst, desto gravierender wird dein Körper darauf reagieren.

Wenn du nun über mehrere Wochen sehr wenig isst und ein großes Kaloriendefizit erreichst, wirst du deutlich an Gewicht verlieren. Vorweg sei erwähnt, dass du dabei zu Beginn, nicht nur Körperfett, sondern auch oder vor allem, Muskeln abbaust, etwas was du mit Sicherheit nicht willst.

Dein Körper reagiert auf diese von ihm als Hungersnot wahrgenommene Situation mit hormonellen Veränderungen. Unter anderem gehen Leptin und Schilddrüsenhormone nach unten. Hormone wie Adrenalin und Cortisol gehen dafür nach oben. Dein Körper gibt dadurch nicht mehr so bereitwillig überschüssiges Körperfett ab und will dich durch mehr Hunger dazu animieren, wieder mehr zu essen.

Sparen um zu überleben

Weil der Körper in Notsituationen nur ans Überleben denkt, konzentriert er sich nur noch auf die lebensnotwendigen Funktionen und spart Energie wo er glaubt, es sich leisten zu können. Das ist unter anderem eben im Stoffwechsel der Fall. Es ist nicht zwingend nötig tadellos zu verdauen, wenn wir sowieso nichts mehr zu essen bekommen oder? Also werden diese Funktionen eingeschränkt, der Stoffwechsel wird verlangsamt was einen ganzen Rattenschwanz an Veränderungen nach sich zieht. Und noch einmal, je mehr Diäten der Körper bereits erlebt hat, desto schneller ist er in dieser Abwehrhaltung und Abnehmen wird immer schwieriger bis es unmöglich wird.

Leptin ist das Hormon das das Sättigungssignal weitergibt. Das bedeutet, wenn Leptin angestossen wird, fühlen wir uns gesättigt und der Hunger lässt nach. Die Schilddrüsenhormone sind unter anderem für den Betrieb des Stoffwechsels verantwortlich. Eine Schilddrüsenunterfunktion bedeutet einen verlangsamten Stoffwechsel, verlangsamte Fettverbrennung, Müdigkeit, Schlafprobleme und eine gestörte Temperatur Regelung. Haarausfall und Hautprobleme sind eine weitere Folge von Schilddrüsenproblemen.

Wenn der Adrenalin und Cortisol-Level steigt sind wir im Stress, was den Kreis wieder schliesst. So gerät der Körper in eine Spirale die sich immer weiter dreht.

So spart der Körper Energie:

Durch Gewichtsverlust sinkt der Grundumsatz.

Die hormonellen Anpassungen sorgen für Antriebslosigkeit. In der Folge bewegt man sich weniger und verbraucht so auch weniger. Durch die meistens einseitige Ernährung oder einfach zu wenig Essen, nimmst du vermutlich auch zu wenig Proteine zu dir. Wenn du auch keine Energie für Krafttraining hast, verlierst du nicht nur Körperfett sondern vor allem Muskeln. Da Muskeln aktive Körpermasse sind, brauchen sie mehr Energie als Fett. Sinkt also deine Muskelmasse, sinkt auch der Energieverbrauch.

All diese Punkte sorgen dafür, dass dein Kalorienverbrauch nach unten geht und das Kaloriendefizit immer kleiner wird. Zu Beginn hattest du vielleicht ein Defizit von über 1000 kcal. Nach all den Stoffwechselanpassungen ist es gut möglich, dass sich dein Defizit mehr als halbiert hat und du beispielsweise nur noch 400-500 Kalorien täglich einsparst.

Mit der Zeit wirst du also immer weniger abnehmen und kannst deshalb auch immer weniger essen, wenn du weiter Gewicht verlieren willst. Wenn du allerdings bereits sehr wenig isst, wird es dir immer schwerer fallen, noch weniger zu essen.

Ein Wort für Frauen die Schwanger werden wollen oder auch Frauen die in den Wechseljahren sind

nach allem was du oben gelesen hast, wird dir klar sein, dass die Hormone eine grosse Rolle spielen. Noch grössere Bedeutung kommen ihnen in Zeiten der Umstellung zu. Zum Beispiel, wenn du schwanger werden willst oder wenn du in die Wechseljahre kommst. Hormone werden superfein gesteuert, die kleinste Veränderung kann grosses Unbehagen machen. Das ist wie eine Zahnradmaschine, jedes Rädchen greift in das nächste und hat eine Bedeutung. Fällt das eine aus oder tickt aus, hat das Einfluss auf ALLE.

Deshalb ist es gerade in diesen Zeiten so wichtig, dass du einen ausbalancierten Hormonhaushalt hast. Schwanger zu werden mit einem Kaloriendefizit kann ziemlich schwierig werden. Ebenso hat es gravierende Auswirkungen auf eine Frau in den Wechseljahren, wo die Hormone sowieso schon im Umbruch sind und sich alles neu arrangiert. Wenn da noch Stress in Form von Hunger dazu kommt kann das so grosse Probleme bereiten, dass die Wechseljahre tatsächlich zur Tortur werden.

Warum du mit zu wenig Essen nur schwer dauerhaft abnehmen kannst

Durch all die hormonellen und Stoffwechselanpassungen verbrauchst du immer weniger Kalorien, wirst dich meist bescheiden dabei fühlen und vermehrt gegen den Hunger ankämpfen müssen. Irgendwann wirst du wieder mehr essen.

Bei vielen ist es dann so, dass sie von einem Extrem ins andere gehen und schlagartig wieder deutlich mehr essen. Da du aber jetzt weniger Kalorien als vorher verbrauchst, wirst du schneller zunehmen und häufig wieder so viel wie vorher wiegen. Den wenigsten gelingt es, sich dauerhaft zu kontrollieren und die Kalorienzufuhr nur mäßig zu steigern.

Mehr essen und langsamer Abnehmen

Wenn du mehr isst, fallen die Anpassungen des Körpers weniger gravierend aus. Durch den Gewichtsverlust sinken zwar auch dein Grundumsatz sowie die verbrannten Kalorien beim Sport . Dafür fallen die hormonellen Änderungen geringer aus, so dass du dich meistens noch besser fühlst, dich mehr bewegst und weniger von Hunger geplagt wirst, was das Risiko von Fressattacken verringert. Zudem stellst du durch eine ausreichende Kalorienzufuhr sicher, dass du deinen Körper mit allen essentiellen Makro- und Mikronährstoffen ausreichend versorgst.

Die Empfehlung lautet daher: Entscheide dich für ein kleines Kaloriendefizit, nimm langsamer ab und schaffe damit bessere Voraussetzungen, um dein Gewicht dauerhaft zu halten.

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Sonja Haueis

Mutter, Frau, Unternehmerin, Fotografin, holisitc Gesundheits-Ernährungs Coach, Kreative, Autorin, Motivator, Zeitreisende und unerschütterliche Optimistin. Die Welt braucht mehr Liebe, mehr Fühlen als Denken, mehr Spirit, mehr Kreativität mehr Seele und viel mehr Sein.

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