Eistraining für eine Sonnenpflanze- Wim Hof Workshop

Ich bin ein Sonnenkind, das sagt schon mein Name – Sonja und meine Oma nannte mich Sonnenschein. Ich nehme an jede Oma nennt ihr erstes Enkelkind so oder ähnlich. Aber ich bin noch dazu an einem Sonntag mitten im Sommer, nämlich im Juli geboren. Muss ich noch mehr sagen?

Ich liebe den Sommer, die Wärme auf meiner Haut, wie die Luft sich anfühlt und wie leicht bekleidet ich durch die Tage gehen kann. Ich mag auch den Herbst und natürlich den Frühling – weil es ja dann schon wieder auf den Sommer zugeht und sogar dem Winter kann ich das eine oder andere abgewinnen. Schnee so richtig weiss und knisternd unter meinen Füssen und die Stille nach frischem Schneefall, dass hat schon einen ganz speziellen Zauber. Wenn die Berge und Wälder aussehen als ob sie mit einer dicken Schicht Schlagsahne überzogen sind und die Lichterketten in den Bäumen und Hecken vor den Häusern durch den Schnee blitzen, finde ich den Winter schön. Wenn er nur nicht so verflucht kalt wäre. 

Skifahren war für mich (ich hab damit aufgehört) genau so lange ein Vergnügen bis ich kalte Hände und Füsse hatte. Was in aller Regel nach der Fahrt mit dem Lift der Fall war. Ich konnte nie verstehen wie man bei suboptimalen Wetter auf den Berg konnte. Ich brauchte knallblauen Himmel und keine Aussicht auf eine Wolke, doch selbst dann verging mir die Freude, sobald ich fror. Meine Begeisterung für den Wintersport beschränkt sich auch heute noch sehr auf die schönen Berghütten und Rösti mit Spiegeleiern. 

Wie ausgerechnet ich auf die völlig hirnrissige Idee kam an einem Wim Hof Workshop teilzunehmen, entzieht sich meinem Verstand. Das Universum, oder diese Energie die allen meinen Entschlüssen zugrunde liegt, hat mich dazu gebracht, anders kann ich mir das nicht erklären.

Lies unbedingt bis am Ende, denn wenn sich das Kältetraining für nichts lohnt, für dein Dekolleté ist es Gold wert.

Die Wim Hof Methode

Wim Hof ist ein etwas “verrückter” Holländer der meine Aufmerksamkeit schon vor ca. 2 Jahren bekam. Er hat eine Methode entwickelt durch die es gelingen soll, das autonome- oder zentrale Nervensystem zu beeinflussen. Was zum einen helfen soll das Stressmanagement in den Griff zu bekommen und zum anderen ganz toll für die Gesundheit sein soll. 

Zur Erklärung, das zentrale Nervensystem bestimmt zum Beispiel ob wir schwitzen, frieren und atmen. Es ist für all die wundersamen Dinge zuständig ohne die wir nicht leben können, die wir aber garantiert ab und zu vergessen würden.

Bis anhin wird behauptet das zentrale Nervensystem könne vom menschlichen Geist nicht beeinflusst werden. Wim Hof beweist das Gegenteil und er geht noch weiter, er sagt JEDER kann was er kann. Wim hält 26 Weltrekorde, zum Beispiel sass er 110 Minuten in purem Eis – bis zu den Schultern oder er bestieg in 2 Tagen, nur in Shorts und Schuhen den Kilimandscharo. Aber auch der Wärme trotzt er, lief er doch einen Marathon durch die Wüste Namib – ohne Wasser!

Seine Methoden sind nicht brandneu, sie stammen aus einer Meditationspraxis die sich Tummo nennt (Wenn man Wikipedia glauben kann). Sie beruhen im wesentlichen auf einer speziellen Atemtechnik und dem Kältetraining. Das ganze soll gegen viele körperliche wie auch psychische Krankheiten helfen. Unter anderem hilft es laut unzähligen Erfahrungsberichten bei Arthritis, Diabetes, Multiple Sklerose, Krebs und vielen mehr. Damit hatte Wim Hof meine Aufmerksamkeit voll und ganz. Was immer ich tun kann um meine Gesundheit zu erhalten und meine Autoimmunkrankheit in Schach zu halten, das will ich tun. Ab und an erkundigte ich mich in den folgenden Monaten bei meinem Freund Google wo die Workshops stattfanden und befand alle für viel zu weit weg. 

Als sich dann tatsächlich die Möglichkeit auftat, gerade mal 30 Minuten von meinem Zuhause entfernt einen 2-Tägigen Wim Hof Basis Workshop zu besuchen wusste ich, dass muss jetzt wohl sein. So buchte ich ganz kurzfristig und kann nicht sagen ob ich mich darauf gefreut habe oder nicht. Es war ein sehr gemischtes Gefühl, auf der einen Seite wollte ich ganz unbedingt über meine eigenen Grenzen gehen und auf der anderen Seite konnte ich mir absolut nicht vorstellen in ein Becken mit Eis zu steigen. 

Der Workshop wurde von Alsam organisiert. Alsam ist das Appenzeller Forum und steht für eine gute Verbundenheit mit der inneren und äusseren Natur im modernen Alltag des temporeichen Digitalzeitalters. Alsam organisiert Seminare, Workshops und Vorträge die alle dazu führen sollen, bewusster zu werden und die Beziehung zu sich selbst nicht zu verlieren. Alsam sieht sich als Gastgeber für Netzwerk, Austausch, Gesundheit, Bildung, Kultur und Praxiserfahrung. Das alles  in der wunderschönen Landschaft des Appenzellerlands und mit einem hohen Qualitätsanspruch an die Atmosphäre der Events sowie die Gastlichkeit. Wer je die Möglichkeit hat an einem Event in Heiden teilzunehmen, der sollte das unbedingt machen.

Es wird empfohlen vorher etwas zu üben, mit Kaltwasser Duschen die man auf 1 – 3 Minuten steigern soll. Ok, kalt zu duschen hat ja schon meine Oma gesagt sei gesund. Doch bereits da war viel Überwindung nötig und bis auf 3 Minuten habe ich es nie gebracht, auch nicht über den Bauch hinaus oder gar den Rücken hinunter. Und ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich in dieser Vorbereitungsphase den Hahn nicht mal ganz nach links gedreht habe:-( Es war also eher lau statt kalt. Übrigens, das kälteste Wasser aus unserer Leitung ist gerade mal 15 Grad, es fühlt sich aber wie 5 Grad an. Zum Vergleich, das Eisbad hatte am ersten Tag 6 Grad und am zweiten Tag 2 Grad, nur damit du dich locker unter die kalte Dusche stellen kannst. Da geht nämlich noch mehr:-)

Wir trafen uns am Sonntag Abend im schönen Heiden. Helena Hefti Wenger von jala.ch ist Wim Hof Instruktorin und hat eine Coaching Praxis in Bern. Sie arbeitet mit der Methode the Work von Byron Katie was vermutlich den Ausschlag für meine Anmeldung gab. Jemand der Byron Katie zertifiziert war konnte nur passend für mich sein. Helena empfing uns an diesem Sonntag Abend sehr herzlich und mit uns meine ich eine Gruppe von 23 Personen! Unglaublich oder? Der erste Abend diente vor allem einer Einführung in die Methode und dem Ablauf der folgenden beiden Tagen. Zum Abschluss “durften” wir Eis schnuppern indem wir die Hände oder die Füsse in Kübel mit Eis gefüllt, steckten und mindestens eine Minute darin blieben. Das gab ein wirklich schönes Vorgefühl auf das was uns erwartete, Schmerzen. 

Tag 1

Der Wecker klingelt um 5 Uhr Morgens, ja richtig gehört. Das ganze ist kein Ponyhof und für Langschläfer eine Herausforderung. Aber das sollte das kleinste Problem sein. Pünktlich auf diesen Montagmorgen wurde es nämlich Herbst und zwar so richtig. Am Sonntag war noch Sommer und wir haben den Apero draussen getrunken und am Montag schaut es nach Weltuntergang aus. Gottseidank habe ich das Zimmer am Sonntag früh genug bezogen, sodass ich den Seeblick (auf den Bodensee) noch geniessen konnte. Die restlichen beiden Tage war davon nichts mehr zu sehen, nicht mal zu erahnen war der grosse See. Ich ziehe also meine 4 Schichten Wetterfeste Kleidung an und staune ehrfürchtig über Helenas leichte Aufmachung. Sie erscheint in einem ärmelfreien Trägershirt. Das Laufen in wenig Kleidung ist ebenfalls eine Methode den Geist über den Körper beherrschen zu lernen. Wir machen uns auf den Weg ins Appenzeller Heilbad, ohne Kaffee oder Tee versteht sich. Frühstück gibt’s erst nach unserem ersten Eisbad im Appenzeller Heilbad, welches nur für uns so früh öffnet, damit wir ganz unter uns sind. Das ist auch der Grund weshalb wir fast mitten in der Nacht losgehen, nicht etwa weil Helena uns ärgern will. Der Fussweg dauert ca. 45 Minuten und ich muss zugeben, es tut gut. Am Ziel angekommen bin ich wach und fühle mich gut und mutig, bereit für das Eis. Wir ziehen uns um und machen uns für die Atemübungen bereit. Dazu haben wir eine schönen Raum mit Aussicht auf den überfallartig eingebrochenen Herbst, trotzdem schön.

3 Minuten die Luft anhalten? Yes I can!!

Die Atemübungen sind einfach und gut zu lernen. Es gibt Unmengen von Youtube Videos die die Technik toll erklären. Einfach gesagt atmet man 30 mal super tief ein und aus und hält dann den Atem solange als möglich an. Dann atmet man tief ein und hält noch einmal für 15 Sekunden den Atem an. Das ganze wiederholt man 3 mal. Ich sag nur, probier das aus und staune. Als ich diese Atemübungen vor ein paar Monaten begann konnte ich nicht glauben das ich solange ohne atmen sein kann. Nach drei Tagen üben hielt ich den Atem 3 Minuten und 20 Sekunden an und das ohne grosse Probleme. Ich bin nach wie vor davon fasziniert.

Das Prinzip, so wie ich es verstanden habe besteht darin, den Körper mit Sauerstoff zu übersättigen. Durch das Anhalten des Atems wird der Prozess umgekehrt, als Konsequenz erhöhen sich die CO2-Werte und ermöglichen so die Verwertung des angestauten Sauerstoffes in den Mitochondrien.  Mitochondrien sind unsere Kraftwerke in den Zellen, es ist also gut, wenn die viel Energie bekommen. 

Als Folge der ständigen Auseinandersetzung mit klirrender Kälte aktiviert der Körper mit der Zeit zusätzliche Schutzmechanismen. So vervielfachten sich seine braunen Fettreserven, die durch Oxidation wie ein körpereigenes Heizelement funktionieren. Die darin vorkommenden Mitochondrien verleihen dem Gewebe eine typisch bräunliche Färbung.

Neben der Stärkung der Physiologie bewirkt das Training eine erhöhte, mentale Belastungsfähigkeit. So lassen sich Angstzustände sowie Stresssituationen und deren Einfluss auf den Körper leichter kontrollieren. Diese Eigenarten bilden die Basis für die aussergewöhnlichen Leistungen und Zähigkeit von Wim Hof.

Das duale Training aus Atemtechnik und Kälteeinwirkung der Wim-Hof-Methode hinterlässt auch Spuren im limbischen System des Menschen. Dieses beeinflusst neurologische Vorgänge im Körper. Gezieltes Üben beruhigt als direkter Nebeneffekt die Nerven und dämmt so Nervosität und Stresssituationen besser ein. Probanden besitzen bei regelmäßiger Ausführung ein herabgesetztes Stressniveau, einen besseren Blutdruck und ein durchweg gestärktes Kreislaufsystem. Sogar Angstzustände und Neigung zu Depressionen gehen mit der Zeit zurück. Die Wim-Hof-Methode sorgt für eine gesteigerte Flexibilität der Blutgefäße, optimiert den Transport von Energieträgern in die Zellen und verringert die Anfälligkeit für Allergien oder autoimmune, chronische Entzündungsvorgänge.

Quelle: https://naturtotalshop.com/blogs/news/die-wim-hof-methode

 

Atmen, Fokus, ins Wasser

Während der Atemübungen bin ich ganz bei mir, obwohl es mir alleine besser gelingt. Mein Geist ist zu aktiv in der Gruppe und ich höre jeden der 22 anderen Teilnehmern beim atmen zu. Es geht dabei ja nicht darum, länger den Atem anzuhalten als der Nachbar. Competition lässt grüssen. Das atmen hilft bereits, sich auf das Eiswasser zu fokussieren. Fokus ist absolut notwendig, was mir aber erst höllisch klar wird, als ich später ins Wasser steige. Mit der Atmung signalisieren wir dem Körper ob etwas stressiges los ist oder eben nicht. Darum ist es superwichtig auszuatmen sobald wir ins Eis steigen. Dieser Gedanke begleitet mich wie ein Mantra. 

Nach den Atemübungen gehts raus Richtung Tauchbecken, welches am ersten Tag mit insgesamt 500 kg Eis gefüllt wird und am zweiten mit 1000kg! Wir stellen uns im Ring auf motivieren uns und dann wird die Feueratmung praktiziert. Die kann man sich ähnlich wie die Kundalini Atmung vorstellen, sie soll aufwärmen, was ich irgendwie nicht schaffe. Schliesslich ist es saukalt und ich trage nur einen Badeanzug (weil ich es am Bauch warm wollte). Das allerdings ist ein Denkfehler meine Lieben, erstens nützt es nichts und zweitens ist es länger nass am Bauch:-)

Dann gehts los, wir sollen immer zu viert an den Händen haltend ins Wasser steigen. Die erste Gruppe ist drinnen bevor ich mich umsehen kann, mit dabei ist die 75 jährige Rosmarie die ich unendlich bewundere. Sie strahlt aus dem eiskalten Wasser heraus und muntert die beiden Jungs neben ihr mit Sprüchen wie: das ist cool gell? auf. Die Gesichter der beiden sehen wirklich cool aus und mir wird bange. Ihr kennt das Angstgefühl im Bauch, so ein Flattern ist das, nicht die grausame Angst vor etwas was nicht in unserer Macht liegt. Es ist diese eigenartige und fast lähmende Angst vor etwas das dich fasziniert und zugleich ängstigt und von dem man weiss, es gibt jetzt kein Zurück mehr, fast so ein bisschen wie gebären. Man freut sich, hat Angst, will nicht und will doch und weiss einfach das man jetzt muss.

Ausatmen, ausatmen, ausatmen nicht vergessen…..

Wir sollen maximal 2 Minuten im Eis bleiben, Beginner Niveau. Für mich scheint es eine Ewigkeit zu sein. Rosmarie muss man am zweiten Tag übrigens nach 5 Minuten rausholen, sie wäre sonst vielleicht heute noch im Becken, aber sie hat auch Übung wie wir später erfahren.

Ich stelle mich also in die Reihe und schreite mutig als erste unserer 4 Gruppe die Treppen hinunter und B Ä N G! Mit dem ersten Fuss im Wasser vergesse ich das atmen komplett, trotzdem steige ich ganz hinein und – bekomme keine Luft mehr! Panik macht sich breit. Ich wäre sicherlich erstickt und nicht erfroren, wenn Helena nicht am Beckenrand beruhigend auf mich eingeredet hätte. Atme aus, gib einen Ton sagte sie und siehe da, plötzlich ging es besser. Ich spüre sogar eine leichte Wärme in meiner Brust, alles andere tut aber ziemlich weh. Ich weiss auch wieso und es fällt mir wieder ein, weshalb der Atem so wichtig ist. Bei solch extremen Stresssituationen geht der Körper in sekundenschnelle in Schutzmodus. Faktisch zieht er das Blut aus allen unwichtigen Körperteilen heraus und sammelt es da wo es überlebenswichtig ist, Herz und Lunge, die Fuss- oder Handgelenke sind im Wurscht und das spürst du auch. Wenn kein oder besser wenig Blut mehr in den Gelenken ist schmerzt das höllisch. Das interessante am Atmen ist, dass sobald man in der Lage ist entspannt und tief zu atmen, es wieder beginnt zu fliessen. Somit wird die Kälte auch erträglicher und der Körper wärmer. Spätestens jetzt wird klar, weshalb die Kältetechnik ein hervorragendes Tool ist um in Stresssituationen nicht auszuflippen. 

Ich bin nicht sicher wie lange ich im Eis blieb, jedenfalls stieg ich mit der ersten Mit-Eis-Prinzessin aus dem Becken, was vermutlich 1,5 Minuten oder so war. Danach ist der Horse Dance fällig, eine Art Sumo- Maori Dance begleitet mit lauten huus und haas die mir einigermassen schwer fallen. Ich bin aber überrascht, wie rasch ich warm bekomme obwohl wir noch immer draussen sind. Es ist wichtig nach einem Eisbad nicht sofort an die Wärme zu gehen oder sich zuzudecken. Der Körper produziert dann keine eigene Wärme und so bleibt die Kälte länger in den Knochen stecken, als wenn sie von Innen nach Aussen entwickelt wird. 

Was bei mir ausbleibt ist dieses totale Hochgefühl etwas geschafft zu haben. Ich bin wohl über meine Grenze gegangen und natürlich war ich im Moment stolz darauf, aber es war nicht diese 

W O W Gefühl, dieses mussichgleichnochmal machen Gefühl. Andere hatten das ganz offensichtlich, ich nicht. Keine Suchtgefahr für Sonja. 

Am Nachmittag konnte man freiwillig in Shorts und T-Shirt eine einstündige Wanderung in dem nasskalten Wetter mitmachen. Wie erwähnt ist auch das eine Methode der Stärkung des Immunsystems. Eine lustige Truppe machte sich halbnackt auf um die armen Appenzeller zu erstaunen:-) Am späteren Nachmittag durften wir noch eine wunderbare Yoga Stunde mit Nadia von www.yoganadia.ch geniessen und am Abend gab uns Helena tiefere Einblicke in die Methode. Müde aber zufrieden fielen wir ins Bett. 

Tag 2

Auch an Tag zwei klingelt der Wecker um 5 und es regnet wieder. Ich bin zerknittert, habe mies geschlafen und fühle mich nicht sonderlich gut. Bereits am Tag zuvor war mir klar, dass wird nicht mein Hobby, erschwerend hinzu kommt, dass ich für Alsam und Helena Fotos mache und versprochen habe einen schönen Artikel zu schreiben. Der Artikel, die Fotos und das Eis sind meine nächtlichen Begleiter. Irgendwie bekomme ich bereits während der Atemübungen keinen Fokus, zu viel ist in meinen Gedanken und doch will ich mir keine Blösse geben. Trotzdem entscheide ich mich nicht mehr ins Eis zu gehen, es ist nicht mein Tag und ich weiss, dass ich für diese Herausforderung ganz bei mir sein muss. Es gibt noch zwei weitere Teilnehmerinnen die nicht mehr einsteigen, diese aus gesundheitlichen Gründen. 

Nein sagen geht nicht?

Ich denke es ist sehr wichtig auf seinen Körper und die innere Stimme zu hören und zu akzeptieren, wenn es nicht geht. Ich habe mich natürlich gefragt ob ich jetzt einfach kneife oder es wirklich das Problem des fehlenden Fokus ist. Ich wollte es ja, vorher. Wieso ziehe ich jetzt zurück? Ich bin hin und her gerissen, überlege mir von wo aus ich die besten Fotos machen kann und wie lange ich dazu Zeit habe. Fakt ist, wäre ich eingestiegen, hätte ich es nur getan weil alle es tun und ich nicht die sein will, die es nicht schafft. Ich weiss aber auch, dass ich sehr viel schaffen kann, wenn ich mich aus meinem Herzen dazu verpflichte. 

Schliesslich habe ich zwei Kinder zum grössten Teil als Single Mom grossgezogen, konnte 20 kg nach der ersten Schwangerschaft abnehmen und ich habe nach über 30 Jahren, ohne irgendwelche Hilfsmittel mit dem Rauchen aufgehört. Es gelingt mir problemlos meine Ernährung umzustellen und auf Dinge zu verzichten die ich absolut liebe – wie Käse zum Beispiel. Deshalb war es eine ganz bewusste Entscheidung für mich und gegen das Eis, ich muss mich nicht mehr beweisen, auch wenn das Ego Feigling ruft. Liebes Ego, oft ist es gut dich zu haben, aber noch öfter solltest du einfach nur die Klappe halten! 

Mein Dekolleté!!!

Jetzt drei Wochen nach dem Workshop bin ich stolz noch immer jeden Tag eiskalt zu duschen (wirklich ganz links gedreht)! Ich bin jetzt auf ca. 30 Sekunden und das vom Hals an abwärts und es geht bestens. Ich kann mich fokussieren und es fühlt sich fantastisch an. Was aber wirklich G R A N D I O S ist, ist die Haut auf meinem Dekolleté. Wer um die 50 ist weiss was ich meine. Cellulite ähnliche Struktur am Dekolleté ist nicht schön. Man versucht auf dem Rücken zu schlafen und erwacht doch immer wieder völlig zerknautscht auf der Seite. Die Falten die früher bis Mittags wieder glatt waren bleiben heute leider for ever. Dazu kommt dann vielleicht noch das eine oder andere Kilo zuviel und schon schaut es aus wie eine Kraterlandschaft. Vor ein paar Tagen aber untersuchte ich meine Haut im Zuge dieses Artikels und ganz ehrlich, ich bin völlig baff. Mein Dekolleté ist mindestens 70% besser, wirklich kein Witz. Die Haut ist straff und selbst bei nach vorn gezogenen Schultern (was ich vorher tunlichst vermied (Hügelalarm) ist meine Haut noch schön. Ich bin begeistert und allein darum werde ich nie wieder aufhören kalt zu duschen.

Ich mache die Atemübungen vielleicht drei- viermal die Woche, sie tun mir einfach gut weil ich in der Zeit nichts anderes denke und tue. Das ist in meiner Welt selten, mein Hyperaktiver Geist hat immer viel zu tun. Ausserdem weiss ich, dass durch den Atem der Ph Wert normalisiert wird und das wiederum ist super für mein Immunsystem, gegen Entzündungen und somit auch für meine Haut. Ob ich je wieder in ein Eisbad steige ist ungewiss. Ich bin eine Sonnenpflanze und bleibe es auch. Aber die Kälte ist nicht mehr mein Feind, ich bin sogar soweit, dass ich morgens Barfuss eine Runde im Garten mache und ich habe fest vor das auch im Schnee zu tun. Ich glaube auch, dass 15 Grad (meine Dusche) prinzipiell reichen für das Kältetraining, obwohl ich das nicht bestätigt bekommen, ausser von meiner Oma die schon gesagt hat, dass eine kalte Dusche pro Tag erspart den Doktor. 

Helena führt übrigens regelmässig Kurse mit der Wim Hof Methode durch und ich kann dir nur empfehlen den Einstieg in die Methode geführt zu machen. Helena mit ihrer ruhigen Art  ist perfekt dafür und ich schätze vor allem ihre breite Sicht auf verschiedene Methoden. Menschen die nur eine einzige wahre Wahrheit predigen sind mir suspekt, denn jeder Mensch ist völlig einzigartig und was für den einen perfekt ist, kann für den anderen schlecht sein. Hier findest du mehr Informationen über Helena und ihr Angebot

https://www.jala.ch/de/wim-hof-method

die offizielle Wim Hof Seite mit vielen Informationen und Erfahrungsberichten

https://www.wimhofmethod.com/

Das Appenzeller Forum welches Host dieses Events war

vielen Dank Aline Feichtinger!

https://www.alsam.ch/

dieser Artikel ist von Alsam gesponsert, was soviel bedeutet, dass ich kostenlos ins Eiswasser durfte:-)

Liebe schenken

Umdenken mit Affirmationen

Affirmationen sind ein hervorragender Weg neue Gedanken im Unterbewusstsein zu verankern. Aus der Wissenschaft wissen wir, dass unser Unterbewusstsein uns zu 95% des Tages steuert – auf Autopilot. Wir denken, fühlen und handeln also jeden Tag auf dieselbe Weise.

Das resultiert darin, dass sich nichts in unserem Leben ändert. Wir spulen immer und immer wieder das Programm ab, das wir in den ersten 5 Jahren herunter geladen haben.

Aber es gibt wunderbare Tools die dir dabei helfen, deine Gedanken zum positiven zu ändern. Affirmationen sind höchst effektiv dabei.

Lies mehr darüber hier und hol dir das süsse Karten Set das voll mit passenden Affirmationen, zum Thema Selbstliebe, Selbstwert und Lebensfreude ist.

 

JETZT IM ANGEBOT

Sonja Haueis

Mutter, Frau, Unternehmerin, Fotografin, holisitc Gesundheits-Ernährungs Coach, Kreative, Autorin, Motivator, Zeitreisende und unerschütterliche Optimistin. Die Welt braucht mehr Liebe, mehr Fühlen als Denken, mehr Spirit, mehr Kreativität mehr Seele und viel mehr Sein.

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