was wir von Elefanten lernen können – hör nie auf es noch einmal zu versuchen!

Ich kann nicht, ich habe es schon einmal versucht und dabei versagt, ich kann es einfach nicht!

Diesen oder ähnliche Sätze begleiten dich dein Leben lang. Bewusst oder unbewusst sabotierst du dich mit diesen Botschaften selber. Sie lassen dich machtlos fühlen und das ohne, dass du dir der Ursache überhaupt bewusst bist. Jeder Mensch hat hindernde Glaubenssätze die einen blockieren. Glaubenssätze die wir ungefragt übernommen haben und die nicht unsere sind. Verhaltensmuster die vielleicht in den Augen deiner Mutter oder in deren Situation vor 60 oder 70 Jahren, womöglich noch im Krieg, völlig in Ordnung waren. Die aber, bei bewusster Betrachtung im heutigen Leben absolut keine Berechtigung mehr haben und schlicht nicht mehr stimmen.

Die gute Nachricht, wir können diese Glaubenssätze ändern, wir müssen uns nur deren bewusst werden. Das ist der Schlüssel zu allem, achtsam sein und uns nicht ausschliesslich von den 95% des Unbewussten leiten lassen. Ja richtig gehört, alles was wir täglich denken und tun ist zu 95% unbewusst! Unsere Realität beschränkt sich auf 5% unseres Bewusstseins.

Wir können nur ändern wessen wir uns bewusst sind

eine Geschichte die schön aufdeckt, wie wir unsere Realität gestalten.

Aus dem Buch von Jorge Bucay, „komm ich erzähl dir eine Geschichte“

Als ich ein kleiner Junge war, war ich vollkommen vom Zirkus fasziniert, und am meisten gefielen mir die Tiere. Vor allem der Elefant hatte es mir angetan. Wie ich später erfuhr, ist er das Lieblingstier vieler Kinder.

Während der Zirkusvorstellung stellte das riesige Tier sein ungeheures Gewicht, seine eindrucksvolle Größe und seine Kraft zur Schau.

Nach der Vorstellung aber und auch in der Zeit bis kurz vor seinem Auftritt blieb der Elefant immer am Fuß an einen kleinen Pflock angekettet.

Der Pflock war allerdings nichts weiter als ein winziges Stück Holz, das kaum ein paar Zentimeter tief in der Erde steckte. Und obwohl die Kette mächtig und schwer war, stand für mich ganz außer Zweifel, dass ein Tier, das die Kraft hatte, einen Baum mitsamt der Wurzel auszureissen, sich mit Leichtigkeit von einem solchen Pflock befreien und fliehen konnte.

Dieses Rätsel beschäftigt mich bis heute.

Was hält ihn zurück?

Warum macht er sich nicht auf und davon?

Als Sechs- oder Siebenjähriger vertraute ich noch auf die Weisheit der Erwachsenen. Also fragte ich einen Lehrer, einen Vater oder Onkel nach dem Rätsel des Elefanten. Einer von ihnen erklärte mir, der Elefant mache sich nicht aus dem Staub, weil er dressiert sei.

Meine nächste Frage lag auf der Hand: „Und wenn er dressiert ist, warum muss er dann noch angekettet werden?“

Ich erinnere mich nicht, je eine schlüssige Antwort darauf bekommen zu haben.

Mit der Zeit vergaß ich das Rätsel um den angeketteten Elefanten und erinnerte mich nur daran, wenn ich auf andere Menschen traf, die sich dieselbe Frage irgendwann auch schon einmal gestellt hatten.

Vor einigen Jahren fand ich heraus, dass zu meinem Glück doch schon jemand weise genug gewesen war, die Antwort auf die Frage zu finden:

Der Zirkuselefant flieht nicht, weil er schon seit frühester Kindheit an einen solchen Pflock gekettet ist.

Ich schloß die Augen und stellte mir den wehrlosen neugeborenen Elefanten am Pflock vor. Ich war mir sicher, dass er in diesem Moment schubst, zieht und schwitzt und sich zu befreien versucht. Und trotz aller Anstrengung gelingt es ihm nicht, weil dieser Pflock zu fest in der Erde steckt. Ich stellte mir vor, dass er erschöpft einschläft und es am nächsten Tag wieder probiert, und am nächsten Tag wieder, und am nächsten …

Bis eines Tages, eines für seine Zukunft verhängnisvollen Tages, das Tier seine Ohnmacht akzeptiert und sich in sein Schicksal fügt.

Dieser riesige, mächtige Elefant, den wir aus dem Zirkus kennen, flieht nicht, weil der Ärmste glaubt, dass er es nicht kann.

Allzu tief hat sich die Erinnerung daran, wie ohnmächtig er sich kurz nach seiner Geburt gefühlt hat, in sein Gedächtnis eingebrannt.

Und das Schlimme dabei ist, dass er diese Erinnerung nie wieder ernsthaft hinterfragt hat. Nie wieder hat er versucht seine Kraft auf die Probe zu stellen.

Die Herausforderung die besteht ist die, dass die meisten unserer Glaubenssätze völlig unbewusst sind. Sie entstanden durch Aussagen Deiner Eltern, Lehrern, Vorgesetzten, diese Aussagen sind nicht Deine Wahrheit sondern die Deines Vaters oder Deiner Mutter oder anderen.

Deine Erfahrungen die Du in der Vergangenheit gemacht hast, seien sie schmerzvoll oder mit Freude besetzt haben diese Aussagen unterstützt und Du anerkennst sie deshalb als die absolute Wahrheit an.

Aber die Vergangenheit entscheidet nicht Deine Zukunft – ausser Du lässt es zu!

 

Sonja Haueis

Mutter, Frau, Unternehmerin, Fotografin, holisitc Gesundheits-Ernährungs Coach, Kreative, Autorin, Motivator, Zeitreisende und unerschütterliche Optimistin. Die Welt braucht mehr Liebe, mehr Fühlen als Denken, mehr Spirit, mehr Kreativität mehr Seele und viel mehr Sein.

@ happy me Magazin | 2018

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